Performancekünstler*in

Berufsbeschreibung

Performancekünstler*innen entwickeln und erarbeiten Performancestücke, welche sie auch selbst aufführen. Die moderne Performancekunst integriert die Genres Tanz, Theater, Musik und Gesang und setzt auch  Medien wie Video, Animation oder KI-generierte Inhalte ein. Performancekünstler*innen beherrschen also die verschiedensten Darstellungstechniken und setzen diese kreativ in ihren Stücken ein. Sie arbeiten vorwiegend in Tanztheatern, Tanzquartieren oder Schauspiel- und Theaterbühnen.

Performancekünstler*innen arbeiten eigenständig sowie im Team mit anderen Künstler*innen (z. B. Tänzer*innen) und mit verschiedenen Fachkräften und Spezialist*innen, z. B. mit Bühnenbildner*innen, Choreograf*innen oder Dramaturg*innen.

Performancekünstler*innen planen, gestalten und inszenieren Performancestücke. Je nach Idee und Themenstellung (z. B. zeitgenössische, politische, gesellschaftskritische Themen) erarbeiten sie ein Konzept und stellen je nach Anforderung ein Team bestehend z. B. aus Tänzer*innen, Schauspieler*innen oder Sänger*innen zusammen. In der Regel arbeiten sie auch mit einer/einem Choreograf*in oder Dramaturg*in zusammen. Zur Truppe von Performancekünstler*innen zählen weiters auch Bühnenbildner*innen, Kostümschneider*innen, Visagist*innen, Requisiteur*innen und Produktionsleiter*innen.

Am Beginn jedes Performance-Stückes steht die Ausarbeitung bzw. die Umsetzung einer Idee in ein Inszenierungskonzept. In diesem führen sie Szenen, Monologe, Dialoge, Tanzeinlagen, Bewegungsabläufe und dergleichen aus. Weiters planen sie Sound- und Musikeinlagen, Einspielungen von Videos, Animationen oder KI-generierten Inhalten usw. ein. Das Konzept ist jedoch meist nur der provisorische Anfang. In der Regel entstehen die Performance-Stücke bzw. deren Endversion im Laufe der Probenarbeiten; während dieser werden laufend Korrekturen und Verbesserungen eingearbeitet und festgehalten. Tanz- und Bewegungsabläufe werden dabei z. B. mittels Video und/oder kinetografischer Notationssysteme aufgezeichnet. Dadurch können diese Abläufe wiederholt, nachbearbeitet und bis zur Endversion verbessert werden.

Nach Ausarbeitung des Performance-Konzeptes arbeiten sie in Studios und Proberäumen die  Performance bis zur Reife aus. Sie proben einzelne Szenen, Tanz- und Bewegungsabläufe, erarbeiten Mono- und Dialoge und legen den Einsatz von Licht, Sound und Musikstücken fest. Performancekünstler*innen arbeiten dabei eng mit Licht- und Soundtechniker*innen sowie mit Bühnen- und Kostümbildner*innen zusammen. Je nach Umfang und Budgetrahmen engagieren Performancekünstler*innen auch Choreograf*innen oder Dramaturg*innen, die ihnen bei der Ausarbeitung ihrer  Performance zur Seite stehen. Für den administrativ-organisatorischen Teil sind zumeist Produktionsleiter*innen zuständig.

Performancekünstler*innen arbeiten als Solokünstler*innen oder bei Theater- und Tanztheaterkompanien. Mit entsprechender Berufserfahrung und Leistungen stehen ihnen auch Lehrtätigkeiten an künstlerischen Universitäten offen.

Wichtigstes Arbeitsmittel von Performancekünstler*innen sind sie selbst bzw. ihr Körper. Zur Ausarbeitung ihrer Stücke verwenden sie Computer, Laptops, Inszenierungskonzepte, Proben-, Übungs- und Terminpläne, digitale Aufzeichnungen, Notizen sowie Ton- und Videoaufnahmen. Je nach  Performance arbeiten sie mit verschiedenen Musikstücken, Kostümen, Requisiten, Bühnenbildern, Bühnen-. Video-, Sound- und Animationstechniken.

Sowohl in der Planung und Konzeption als auch in der Ausführung verwenden manche Performancekünstler*innen auch KI-basierte Anwendungen zur Unterstützung, z. B. für die Erarbeitung von Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten oder die Generierung von Sound- und Bildelementen.

Performancekünstler*innen arbeiten in Studios und Proberäumen, auf Bühnen, in Tanzsälen oder Sporthallen. Weiters halten sie sich in Büroräumen und Besprechungszimmern auf.
Je nach Stück arbeiten sie entweder Solo oder mit Tänzer*innen, Schauspieler*innen oder Sänger*innen zusammen. In der Regel arbeiten sie auch mit Choreograf*innen oder Dramaturg*innen. Zur Truppe von Performancekünstler*innen zählen weiters Bühnenbildner*innen, Kostümschneider*innen ( Kostümbildner*in), Visagist*innen, Lichttechniker*innen oder Requisiteur*innen.

Performancekünstler*innen arbeiten zeitlich flexibel und bei Auftritten auf Bühnen häufig am Abend, in der Nacht und an Wochenenden. Performancekunst erfordert häufig körperliche  Fitness, weshalb die Künstler*innen neben den Proben ihrer Performances auch regelmäßiges körperliches Training absolvieren.

  • Performancestücke ausarbeiten
  • performerisches Konzept entwickeln, Handlungs- und Bewegungsabläufe erarbeiten
  • Gesamtinszenierung: Choreographie und  Dramaturgie planen
  • je nach Thema der  Performance tänzerische Ausdrucks- und Darstellungsformen entwickeln und festlegen
  • Szenen und Figuren erarbeiten und festlegen
  • den Einsatz von Sound und Musik sowie Bühnen- und Beleuchtungstechnik bestimmen
  • in Zusammenarbeit mit Bühnen- und Kostümbildner*innen Kostüme und Bühnenbild ausarbeiten
  • Probenarbeiten durchführen, die  Performance gemeinsam mit dem Team (bestehend z. B. aus Tänzer*innen, Choreograph*innen, Dramaturg*innen) bühnenreif ausarbeiten
  • Generalproben durchführen, letzte Korrekturen und Verbesserungen vornehmen
  • Premieren und laufende Auftritte absolvieren
  • gemeinsam mit dem Team Nachbearbeitungen und Nachbesprechungen durchführen
  • Proben-, Übungs- und Terminpläne, Aufzeichnungen und Notizen führen
  • Musik-, DVD- und Videoaufzeichnungen führen

Beschäftigungsmöglichkeiten für Performancekünstler*innen bestehen insbesondere in:

  • Tanztheatern, Tanzquartieren
  • Schauspielhäusern
  • Musicalbühnen

Häufig sind Performancekünstler*innen selbstständig als freischaffende Künstler*innen tätig.

Der Beruf Performancekünstler*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • Aktionskunst
  • Body Art
  • Happenings
  • Tanz und Improvisation
  • Modern Dance
  • Theater
  • Multimediale  Performance, Videoperformance
  • Dramaturgie, Choreografie

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Choreografie Dramaturgie Gage Happening Inszenierung Performance Visagistik