Obstbau und Obstverarbeitung (Lehrberuf) - Lehrzeit: 3 Jahre

Andere Bezeichnung(en):
früher: Obstbau und Obstverwertung
auch: Obstbaufacharbeiter*in, Facharbeiter*in Obstbau

Weiterbildung & Karriere

Obstbauern und Obstbäuerinnen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft führen vor allem die Landwirtschaftskammern und die Landarbeiterkammern gemeinsam mit den Ländlichen Fortbildungsinstituten (LFI) Kurse und Lehrgänge für die einzelnen Betriebszweige durch, wie z. B.: Biolandbau, Gesundheit, Ernährung, Recht, Unternehmensführung, Gemüsebau; aber auch zu Themenbereichen wie z. B. IT und Internet, Personalverrechnung, Sicherheitsvertrauenspersonenausbildung, Staplerkurs, Verkaufstraining.

Darüber hinaus gibt es teilweise in manchen Bereichen auch berufsspezifische Verbände, die gemeinsame Weiterbildungen organisieren und anbieten. Örtliche Obstbauvereine führen laufend Weiterbildungsveranstaltungen über verschiedene Bereiche des Obstbaus durch. Für Obstbauern und Obstbäuerinnen können weiters Seminare über z. B. Pflanzenschutz, ökologische Landwirtschaft, Permakultur etc. interessant sein

Die Landwirtschaftskammern in Zusammenarbeit mit den land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstellen bieten Fachfortbildungskurse (diese sind für Lehrlinge, die während der Lehrzeit keine einschlägige Berufs- oder Fachschule besuchen, gesetzlich vorgeschrieben) und Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung oder die Meister*innenprüfung sowie verschiedene Meister*innenlehrgänge.

Auch die Wein- und Obstbauschule Krems, das Bildungszentrum für Obst- und Weinbau Silberberg in der Steiermark und die Höhere Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg veranstalten Weiterbildungskurse in verschiedenen Bereichen des Obstbaus und der Obstverwertung.

Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche berufsübergreifende Weiterbildungsmöglichkeiten an, die auch für landwirtschaftliche Berufe relevant sein können, beispielsweise zu kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Themen (Betriebswirtschaft, Buchhaltung, Personalmanagement), zu touristischen oder technischen Themenbereichen. Siehe beispielsweise die aktuellen Kursbücher des Berufsförderungsinstitutes (BFI) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI).

Große landwirtschaftliche Betriebe führen zur beruflichen Weiterbildung ihrer Mitarbeiter*innen innerbetriebliche Kurse und Schulungen durch, z. B. an neuen Maschinen und Geräten, oder im Rahmen von neuen Verfahren und Produkten (z. B. Bioprodukte) oder bieten landwirtschaftlichen Maschinen-, Service- und Zulieferbetrieben die Möglichkeit Produktschulungen durchzuführen.

Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten außerdem facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen (Höhere Landwirtschaftliche Lehranstalten). Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht (z. B. Agrartechnik, Pflanzenwissenschaft, Biologie/Botanik).

Studium ohne Matura:

Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:

  • Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
  • Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
  • ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insb. Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.

Wichtige Weiterbildungsthemen für Obstbauern und Obstbäuerinnen sind beispielsweise:

Fachkompetenzen

  • Bio- und Öko-Landwirtschaft
  • neue Sorten, neue Züchtungen, alter/traditionelle Sorten
  • Pflanzenwissenschaft, Biologie, Gentechnik
  • Pflanzenschutz
  • Umweltschutz, Ressourcenmanagement
  • gesetzliche Vorschriften, nationales und internationales Förderwesen
  • Produktzyklen und Produktkreisläufe
  • Lebensmitteltechnologie
  • Produktionsautomatisierung in der Obstwirtschaft
  • Betriebsmanagement, Verwaltung,
  • Lagerwirtschaft, Lagerlogistik
  • Verkauf und Vertrieb, Direktvertrieb
  • Werbung, Marketing, Direktmarketing
  • Datensicherheit, Datenschutz

Methodenkompetenzen

  • Arbeitsvorbereitung, Planung, Koordination
  • Arbeits- und Betriebssicherheit
  • Hygiene und Sauberkeit
  • Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle
  • Zeitmanagement
  • Team- und Mitarbeiter*innenführung

Sozialkompetenzen

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innen/Serviceorientierung
  • Teamfähigkeit

Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung und Zusatzqualifikationen können Obstbauern und Obstbäuerinnen zu Teamleiter*innen, Bereichsleiter*innen, bis hin zu Betriebsleiter*innen aufsteigen und führen als solche Mitarbeiter*innen und Teams. Auch die Qualifikation zum*zur Landwirtschaftlichen Meister*in stellt eine berufliche Weiterentwicklung dar.

Neben einem hierarchischen Aufstieg im Unternehmen ist in diesem Beruf auch eine Weiterentwicklung und Karriere durch fachliche Spezialisierung beispielsweise auf bestimmte Obstsorten und Obstzuchtverfahren (z. B. alte, seltene Obstsorten) oder Bioprodukte und damit eine Fachkarriere und Entwicklung in eine Expert*innenrolle möglich.

Eine selbstständige Berufsausübung ist beispielsweise als Landwirt*in im Rahmen eines eigenen landwirtschaftlichen Betriebes oder im Rahmen verschiedener landwirtschaftlicher Nebengewerbe möglich - siehe auch Menüpunkt Selbstständigkeit.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Art: Schulausbildung

Dauer: 1 Jahr

Form: Berufsbegleitend

NQR-Level: 4  ISCED-Level: 3  

Voraussetzungen:

  • Matura oder abgeschlossene Berufsausbildung

Abschluss:

Abschlusszeugnis

Berechtigungen:

Mit dem Abschlusszeugnis können Absolvent*innen bei der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark um den Titel "Facharbeiter*in für Obstbau und Obstverarbeitung" ansuchen.

Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at/

Bildungszentrum für Obst- und Weinbau Silberberg
Silberberg 1
8430 Leibnitz

Tel.: +43 (0)3452 / 823 39 -0
Fax: +43 (0)3452 / 823 39 -17
E-Mail: lfssilberberg@stmk.gv.at
Internet: https://www.silberberg.at

Schwerpunkte:

Fachschule für Weinbau und Kellerwirtschaft:

  • Fachschule für Weinbau und Kellerwirtschaft:
  • Ausbildung Betriebsleitung Weinbau und Kellerwirtschaft

Fachschule für Obstbau und Obstverarbeitung:

  • Fachschule für Obstbau und Obstverarbeitung
  • Ausbildung Betriebsleitung Obstbau und Obstverarbeitung

Art: Universitätsstudium – Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

NQR-Level: 6  ISCED-Level: 6  ECTS-Punkte: 180  

Voraussetzungen:

Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung

Abschluss:

Bachelor of Science (BSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Info:

Um die Funktionen der Landwirtschaft für kommende Generationen zu erhalten und weiter zu entwickeln, braucht es fachkundige Agrarwissenschafter*innen, die den Anforderungen der Zukunft mit umfassendem Wissen begegnen. Das Studium der Agrarwissenschaften vermittelt dazu, neben einem breiten Basiswissen, vertiefende Kenntnisse aus Bereichen wie Naturwissenschaften, Technik und Ingenieurswissenschaften sowie Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften.

Berufsfelder & Tätigkeitsbereiche:
Vielfältige Chancen und attraktive Angebote – so lässt sich der Arbeitsmarkt für Expert*innen der Agrarwissenschaften zusammenfassen. Die Berufsaussichten reichen von Tätigkeiten in Verbänden und Behörden im Agrar- und Umweltsektor (z. B. Landesregierungen, Ministerien, Landwirtschaftskammern), über die Nahrungs- und Genussmittelproduktion (vor allem auch in den Bereichen Handel, Vertrieb oder Marketing, aber auch in der Herkunfts- und Qualitätskontrolle), bis hin zur pflanzlichen und tierischen Urproduktion, aber auch in vor- oder nachgelagerten Bereichen wie der Düngemittelproduktion, der Landtechnik, im Pflanzenschutz oder in der Futtermittelproduktion). Auch leicht abseits des Warenkreislaufs von Agrarprodukten findest du spannende Karriereoptionen, etwa in der Ausbildung und Lehre (z. B. in landwirtschaftlichen Schulen), in der Forschung (z. B. an Universitäten oder in Agrarunternehmen) und auch bei Interessensvertretungen und NGOs (z. B. für Umwelt- und Naturschutz). Eines haben all diese Tätigkeitsfelder gemeinsam: Die Nachfrage nach Agrarabsolvent*innen ist durchwegs hoch. Darüber hinaus bietet die BOKU eine Reihe von facheinschlägigen Masterstudien, die dir weitere Möglichkeiten zur fachlichen Spezialisierung eröffnen.

Weitere Infos: https://boku.ac.at/studienservices/studien/bakk/uh033255

BOKU University
Gregor-Mendel-Straße 33
1180 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 476 54 -0
Fax: +43 (0)1 / 476 54 -1044
E-Mail: boku4you@boku.ac.at
Internet: https://boku.ac.at/

Art: Universitätsstudium – Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

NQR-Level: 7  ISCED-Level: 7  ECTS-Punkte: 120  

Voraussetzungen:

abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Diplomingenieurin / Diplomingenieur (Dipl.-Ing.; DI)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

BOKU University
Gregor-Mendel-Straße 33
1180 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 476 54 -0
Fax: +43 (0)1 / 476 54 -1044
E-Mail: boku4you@boku.ac.at
Internet: https://boku.ac.at/

Art: Lehrgang

Dauer: ca. 2 Semester (mind. 120 Stunden)

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

  • abgeschlossene berufliche Erstausbildung (z. B. Lehre, Berufsbildende mittlere Schule, Schule für Gesundheits- und Krankenpflege usw.)
  • Zulassungsansuchen an einer öffentlichen höheren Schule (unabhängig davon, wo die Vorbereitungskurse besucht werden)
  • Antritt zur letzten Teilprüfung nicht vor Vollendung des 19. Lebensjahres
  • aus Berufspraxis (dem beruflichen Umfeld) und der vorangegangenen Ausbildung erworbenes Fachwissen auf Maturaniveau

Abschluss:

Teilzeugnis der Berufsreifeprüfung für den Fachbereich Agrarmarketing

Berechtigungen:

Die Berufsreifeprüfung vermittelt die selben Zugangsberechtigungen wie eine schulische Reifeprüfung (AHS-, BHS-Matura), d.h. den uneingeschränkten Zugang zu Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen, Akademien und Kollegs.

Info:

Der Vorbereitungslehrgang bereitet auf die Teilprüfung im Fachbereich Agrarmarketing im Rahmen der Berufsreifeprüfung vor. Die Dauer, Kosten und organisatorische Gestaltung der Vorbereitungslehrgänge ist unterschiedliche je nach Anbieter, umfasst aber laut Berufsreifeprüfungscurriculaverordnung für die gesamte Vorbereitung mindestens 120 Stunden.

Kosten: Die Kosten für den Vorbereitungslehrgang sind unterschiedlich je nach Ausbildungseinrichtung. Neben der Teilnahmegebühr für den Lehrgang fallen auch Prüfungsgebühren an.

Dauer: Die Ausbildungsdauer ist abhängig vom jeweiligen Ausbildungsanbieter beträgt aber mindestens 120 Stunden meist über ca. 2 bis 3 Semester

WICHTIG: Die Berufsreifeprüfung unterliegt den Regeln der sogenannten "Zentralmatura" (teilstandardisierte kompetenzorientierte Reifeprüfung).

Die Teilprüfung aus dem Fachbereich umfasst eine schriftliche Prüfung im Umfang von 5 Stunden über ein Thema aus dem Berufsfeld des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin und eine mündliche Prüfung (Teilmaturazeugnis im jeweiligen Fachbereich). An Stelle der schriftlichen Prüfung kann auch eine Projektarbeit einschließlich Präsentation und Diskussion abgelegt werden.

Inhalte:
Der Lehrplan im Fachbereich orientiert sich an der Verordnung des Bundesministeriums über kompetenzbasierte Curricula an anerkannten Lehrgängen zur Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung:

  • Gründung eines Betriebes, Betriebliche Leistungserstellung
  • Kaufvertrag, Mitarbeiter im Betrieb, Grundzüge der Investition und Finanzierung
  • Marketing von land- und forstwirtschaftlichen Produkten
  • Rechtsfragen beim Agrarmarketing
  • Rechnungswesen – Buchführung. Bilanz, Steuerlehre, Kostenrechnung
  • Waren- und Zahlungsverkehr mit dem Ausland, dokumentäres Rechnungswesen
  • Betrieb und Gesellschaft, Agrarpolitik und Förderung

BFI Oberösterreich - Standort Wels
Roseggerstraße 14
4600 Wels

Tel.: +43 (0)810 / 004 005
Fax: +43 (0)7242 / 2055 - 3244
E-Mail: service@bfi-ooe.at
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Art: Lehrgang

Dauer: ca. 2 Semester (mind. 120 Stunden)

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

  • abgeschlossene berufliche Erstausbildung (z. B. Lehre, Berufsbildende mittlere Schule, Schule für Gesundheits- und Krankenpflege usw.)
  • Zulassungsansuchen an einer öffentlichen höheren Schule (unabhängig davon, wo die Vorbereitungskurse besucht werden)
  • Antritt zur letzten Teilprüfung nicht vor Vollendung des 19. Lebensjahres
  • aus Berufspraxis (dem beruflichen Umfeld) und der vorangegangenen Ausbildung erworbenes Fachwissen auf Maturaniveau

Abschluss:

Teilzeugnis der Berufsreifeprüfung für den Fachbereich Land- und Forstwirtschaft

Berechtigungen:

Die Berufsreifeprüfung vermittelt die selben Zugangsberechtigungen wie eine schulische Reifeprüfung (AHS-, BHS-Matura), d.h. den uneingeschränkten Zugang zu Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen, Akademien und Kollegs.

Info:

Der Vorbereitungslehrgang bereitet auf die Teilprüfung im Fachbereich Land- und Forstwirtschaft im Rahmen der Berufsreifeprüfung vor. Die Dauer, Kosten und organisatorische Gestaltung der Vorbereitungslehrgänge ist unterschiedliche je nach Anbieter, umfasst aber laut Berufsreifeprüfungscurriculaverordnung für die gesamte Vorbereitung mindestens 120 Stunden.

Kosten: Die Kosten für den Vorbereitungslehrgang sind unterschiedlich je nach Ausbildungseinrichtung. Neben der Teilnahmegebühr für den Lehrgang fallen auch Prüfungsgebühren an.

Dauer: Die Ausbildungsdauer ist abhängig vom jeweiligen Ausbildungsanbieter beträgt aber mindestens 120 Stunden meist über ca. 2 bis 3 Semester

WICHTIG: Die Berufsreifeprüfung unterliegt den Regeln der sogenannten "Zentralmatura" (teilstandardisierte kompetenzorientierte Reifeprüfung).

Die Teilprüfung aus dem Fachbereich umfasst eine schriftliche Prüfung im Umfang von 5 Stunden über ein Thema aus dem Berufsfeld des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin und eine mündliche Prüfung (Teilmaturazeugnis im jeweiligen Fachbereich). An Stelle der schriftlichen Prüfung kann auch eine Projektarbeit einschließlich Präsentation und Diskussion abgelegt werden.

Inhalte:
Der Lehrplan im Fachbereich orientiert sich an der Verordnung des Bundesministeriums über kompetenzbasierte Curricula an anerkannten Lehrgängen zur Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung:

  • Bodenbildung, Bodeneigenschaften, Bodenbewertung
  • Pflanzen- und Gartenbau
  • Forstwirtschaft
  • Obst- und Weinbau, Ernährung
  • Nutztierhaltung
  • Landtechnik, Umweltschutz, Ökologischer Landbau

Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn
Sonnleitenweg 2
2020 Hollabrunn

Tel.: +43 (0)2952 / 21 33
E-Mail: office@diefachschule.at
Internet: https://lfs-hollabrunn.ac.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule:

  • Fachrichtung Kleintierhaltung
  • Fachrichtung Betriebs- und Haushaltsmanagement
  • Fachrichtung Landwirtschaft und Weinbau

Landwirtschaftliche Fachschule - Mehrberuflichkeit + Fleischverarbeitung

Bauern- und Bäuerinnenschule (Basis- und Fachausbildung)

Vorbereitungslehrgang Berufsreifeprüfung: Fachbereich Land- und Forstwirtschaft


BFI Oberösterreich - Standort Wels
Roseggerstraße 14
4600 Wels

Tel.: +43 (0)810 / 004 005
Fax: +43 (0)7242 / 2055 - 3244
E-Mail: service@bfi-ooe.at
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Art: Lehrgang

Dauer: 2-5 Semester (je nach Bundesland und Anbieter)

Form: Berufsbegleitend

Kurzbeschreibung

Der Gesamt-Vorbereitungslehrgang bereitet auf die einzelnen Teilprüfungen in Mathematik/Deutsch/Englisch und den Fachbereich im Rahmen der Berufsreifeprüfung (Modell "Lehre mit Matura") vor. Die Dauer und organisatorische Gestaltung der Vorbereitungslehrgänge ist unterschiedliche je nach Bundesland und Anbieter, umfasst aber laut Berufsreifeprüfungscurriculaverordnung für die gesamte Vorbereitung mindestens 600 Stunden.

Voraussetzungen

    aufrechtes Lehrverhältnis bei Beginn des Vorbereitungslehrganges
  • Teilnahme am Aufnahme-/Auswahlverfahren

Abschluss

Berufsreifeprüfung (Matura)

Berechtigungen

Die Berufsreifeprüfung vermittelt die selben Zugangsberechtigungen wie eine schulische Reifeprüfung (AHS-, BHS-Matura), d.h. den uneingeschränkten Zugang zu Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen, Akademien und Kollegs.

Beschreibung

WICHTIG: Die Berufsreifeprüfung unterliegt den Regeln der sogenannten "Zentralmatura" (teilstandardisierte kompetenzorientierte Reifeprüfung).

Drei der vier Teilprüfungen können direkt beim Anbieter des Vorbereitungslehrganges und noch während der Lehrzeit absolviert werden. Lediglich eine der Teilprüfungen ist im Rahmen einer Externistenprüfung/Schulprüfung an jener höheren Schule abzulegen an der man das Zulassungsansuchen gestellt hat. Der Antritt zur letzte Teilprüfung ist in der Regel erst nach der Lehrzeit möglich, jedenfalls aber erst nach Vollendung des 19. Lebensjahres.

Inhalte:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • lebende Fremdsprache (in der Regel Englisch)

auf Maturaniveau nach den Regeln der sogenannten "Zentralmatura" (teilstandardisierte kompetenzorientierte Reifeprüfung)

  • persönlicher Fachbereich (je nach beruflicher Vorbildung der Kandidaten/Kandidatinnen):
    ACHTUNG: welche Fachbereiche im Vorbereitungslehrgang angeboten werden, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich; es werden auch Gesamtlehrgänge ohne Fachbereich angeboten und der Fachbereich ist extra zu buchen.
    • Bautechnik
    • Innenraumgestaltung und Holztechnik
    • Chemie
    • Informationsmanagement und Medientechnik
    • Elektronik
    • Elektrotechnik
    • Maschinenbau
    • Werkstofftechnik
    • Textiltechnik
    • Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen
    • Handel und Rechnungswesen
    • Wirtschaftsinformatik
    • Touristisches Management
    • Kulturtouristik
    • Gesundheit und Soziales
    • Modemarketing
    • Kunst und Design
    • Land- und Forstwirtschaft
    • Agrarmarketing
    • Ernährung und Lebensmitteltechnologie
    • Politische Bildung und Recht
    • Sportmanagement
    • Installations- und Gebäudetechnik

Zusatzinfo

Kosten: Im Rahmen des Modells "Lehre mit Matura" fallen für die Vorbereitungslehrgänge und Prüfungsantritte keine Kosten an.

Dauer: Die Ausbildungsdauer ist von Bundesland zu Bundesland verschieden (unterschiedliche Modelle) und abhängig vom jeweiligen Ausbildungsanbieter. Die Gesamtvorbereitung muss aber mindestens 600 Stunden umfassen.

BFI Burgenland - Bildungszentrum Oberwart
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Berufsreifeprüfung - Lehre mit Matura - Sozial- und Berufspädagogik - EDV - Sprachen - Transport und technische Dienstleistungen


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Berufsorientierung, Berufsfindung - Bewerbungstraining und Coaching bei aktiver Arbeitssuche - Büro und Verwaltung - EDV / IT - Gesundheit und Soziales - Sprachen und Persönlichkeitstrainings - Verkauf, Handel und Dienstleistungen - Vorbereitungskurse für Lehrabschlussprüfungen


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BFI Tirol - Imst
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6500 Landeck

Tel.: +43 (0) 54 42/62 8 29
Fax: +43 (0) 54 42/62 8 61
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BFI Tirol - Lienz
Beda-Weber-Gasse 22
9900 Lienz

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BFI Tirol - Reutte
Mühler Straße 22
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Tel.: +43 (0) 5672 / 72 7 28
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BFI Tirol - Schwaz
Münchner Straße 20
6130 Schwaz

Tel.: +43 (0) 52 42/66 0 63
Fax: +43 (0) 52 42/62 1 02
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WIFI Tirol
Egger-Lienz-Straße 116
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)5 90 905 -7000
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BFI der AK Vorarlberg
Widnau 2-4
6800 Feldkirch

Tel.: +43 (0)5522 70200
Fax: +43 (0)50 258 -4001
E-Mail: service@bfi-vorarlberg.at
Internet: https://www.bfi-vorarlberg.at

VHS Wien - Die Wiener Volkshochschulen GmbH
Lustkandlgasse 50
1090 Wien

Tel.: +43 (0)1 893 00 83
Fax: +43 (0)1 89174 -300 000
E-Mail: info@vhs.at
Internet: https://www.vhs.at/de

Schwerpunkte:
Verschiedene Standorte

Art: Meisterprüfung/Befähigungsprüfung

Dauer: 3 Jahre

Form: Berufsbegleitend

NQR-Level: 6  

Voraussetzungen:

Die Zulassungsbedingungen zur Meister*innenprüfung sind:

  • Vollendetes 20. Lebensjahr
  • Erfüllung von 80% Anwesenheitspflicht im Vorbereitungslehrgang (=Meister*innenausbildung)
  • Erfolgreicher Besuch des Vorbereitungslehrganges (= Meister*innenausbildung) inklusive aller Teilprüfungen
  • Dreijährige Verwendung als Facharbeiter*in (Hinweis zum Nachsichtsverfahren: Betriebsleiter*innen und Interessent*innen können die Meister*innenprüfung ohne Facharbeiter*innenausbildung, aber mit entsprechender Praxis in der jeweiligen Sparte und erfolgreicher Absolvierung des Vorbereitungslehrganges abgelegt werden)

Abschluss:

Meister*in Obstbau und Obstverwertung

Berechtigungen:

Personen, die die Meister*Innenprüfung Obstbau und Obstverwertung erfolgreich abgelegt haben, haben folgende Berechtigungen:

  • die Berechtigung, sich als „Meister*in" zu bezeichnen
  • zur Ausbildung von Lehrlingen
  • zum Ersatz der gewerblichen Unternehmer*innenprüfung und des Fachbereichs bei der Berufsreifeprüfung
  • zum Bezug des Meister*innenlohns bei unselbständiger Tätigkeit
  • zum Bezug von meisterspezifischen Förderungen des landwirtschaftlichen Förderwesens

Info:

  • Das Ausbildungsprogramm wird in Form einer ca. dreijährigen Ausbildung angeboten. In diesem Zeitraum absolvieren die Ausbildungsteilnehmer*innen ihre Unterrichtseinheiten.
  • Die Teilprüfungen werden in Form von schriftlichen Prüfungen á 50-60 Minuten oder in Form von mündlichen Prüfungen á 10- 20 Minuten pro Prüfungskandidat*in abgehalten. Die schriftliche Meister*innenprüfung ist eine 5-stündige Klausur. Die Präsentation der Meister*innenarbeit mit anschließendem Prüfungsgespräch dauert zwischen 25 und 40 Minuten. Das Prüfungsfachgespräch zum Ausbildungsschwerpunkt dauert zwischen 20 und 30 Minuten.

Weitere Infos: https://www.lehrlingsstelle.at/

Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Niederösterreich
Wiener Straße 64
3100 St. Pölten

Tel.: +43 (0)5 0259 26400
Fax: +43 (0)5 0259 95 26400
E-Mail: lfa@lk-noe.at
Internet: https://www.lehrlingsstelle.at/niederoesterreich/

Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Steiermark
Hamerlinggasse 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 80 50 –1322
Fax: +43 (0)316 80 50 –1517
E-Mail: lfa@lk-stmk.at
Internet: https://www.lehrlingsstelle.at/steiermark/

Art: Meisterprüfung/Befähigungsprüfung

Dauer: ca. 480 Stunden

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

Voraussetzung für den Antritt zur Meister*innenprüfung:

  • Mindestalter 18 Jahre bei Lehrgangseinstieg; mindestens 20 Jahre bei Abschlussprüfung
  • 3-jährige Tätigkeit als Facharbeiter*in (Die drei Praxisjahre können zeitgleich mit dem Vorbereitungslehrgang absolviert werden.) + min. 15 Bienenstöcke
  • Grundlagenwissen auf Facharbeiter*innenstufe

Abschluss: Teilnahmebestätigung

Berechtigungen:

Erfolgreicher Besuch des Vorbereitungslehrganges berechtigt zur Zulassung zur Meister*innenprüfung

Info:

Vorbereitung auf den Antritt zur Meister*innenprüfung im Beruf Obstbau und Obstverwertung.

Dauer und Organisation: je nach Anbieter und Bundesland ist die Ausbildungsdauer und Organisation unterschiedlich; ca. 480 LE über 3 Ausbildungswinter

Kosten: abhängig vom Anbieter

Inhalte - Überblick:

  • Grundlagen der Betriebs- und Unternehmensführung
  • Ausbilderlehrgang
  • Recht & Agrarpolitik
  • Obstbau
  • Boden und Düngung im Obstbau
  • Pflanzenschutz
  • Obstverarbeitung und Kellerwirtschaft
  • Landtechnik, Baukunde und Arbeitssicherheit
  • Betriebswirtschaft und Buchführung
  • Wirtschaftskunde und Marketing
  • Rechts- und Steuerkunde
  • Hausarbeit: Betriebserhebung und Buchführung
  • Berufs- und Arbeitspädagogik
  • Politische Bildung

Im Rahmen der Ausbildung ist eine Meister*innenarbeit zu erstellen. Dabei soll das theoretisch erlernte Wissen selbständig auf praxisbezogene Fragestellungen angewandt werden.

Weitere Infos: https://www.lehrlingsstelle.at/

Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Niederösterreich
Wiener Straße 64
3100 St. Pölten

Tel.: +43 (0)5 0259 26400
Fax: +43 (0)5 0259 95 26400
E-Mail: lfa@lk-noe.at
Internet: https://www.lehrlingsstelle.at/niederoesterreich/

Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Steiermark
Hamerlinggasse 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 80 50 –1322
Fax: +43 (0)316 80 50 –1517
E-Mail: lfa@lk-stmk.at
Internet: https://www.lehrlingsstelle.at/steiermark/