Resilienztrainer*in
Weiterbildung & Karriere
Resilienztrainer*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten in vielen relevanten Bereichen Kurse und Lehrgänge an, die auch für Resilienztrainer*innen relevant sein können, beispielsweise zu kaufmännisches und organisatorischen Themen. Außerdem stellen Universitäts- und Fachhochschullehrgänge bzw. Weiterbildungsstudien eine gute Möglichkeit dar, sich in relevanten Bereichen weiterzubilden und höher zu qualifizieren, beispielsweise auch in Form eines Zweitstudiums.
Darüber hinaus ist für Resilienztrainer*innen die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an Expert*innennetzwerken (online und offline) eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.
Weiterbildungsbereiche für Resilienztrainer*innen sind beispielsweise:
Fachkompetenzen
- Stressbewältigung und -management
- Achtsamkeit und Mindfulness
- Emotionsregulation
- kognitive Resilienzstrategien
- Motivationstechniken
- Krisenintervention und Krisenbewältigung
- neurobiologische Grundlagen der Resilienz
- Ressourcenaktivierung und -stärkung
- Optimismus und positive Psychologie
- Work-Life-Balance und Lebensstil-Management
- Entspannungstechniken, z. B. autogenes Training und progressive Muskelentspannung
- Psychoedukation über Stress und Resilienz
- Ernährungslehre und Gehirngesundheit
- Digital Detox und Umgang mit Medienbelastung
- Burnout-Prävention
- Lebens- und Sozialberatung
- Psychologie, Psychotherapie
- Soziale Arbeit
- Pädagogik
- Fremdsprachenkenntnisse
- Datensicherheit, Datenschutz, Privacy
Methodenkompetenzen
- Informationsrecherche und Wissensmanagement
- Kreativitätstechniken
- Organisationsfähigkeit
- Dokumentation, elektronisches Datenmanagement (EDM)
- Umgang mit sozialen Medien, Medienkompetenz
- Gesprächsführung, Kommunikationstechniken
- Mediation und Konfliktmanagement
- Zeitmanagement
Sozialkompetenzen
- Führungsfähigkeit (Leadership)
- interkulturelle Kompetenz
- Teamfähigkeit
Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung können Resilienztrainer*innen zu Teamleiter*innen aufsteigen und führen als solche Mitarbeiter*innen und Teams.
Neben einem hierarchischen Aufstieg in der Organisation ist in diesem Beruf auch eine Weiterentwicklung und Karriere durch inhaltliche und fachliche Spezialisierung und Entwicklung in eine Expert*innenrolle möglich, beispielsweise auf bestimmte Strategien und Techniken oder Kund*innengruppen.
Eine selbstständige Berufsausübung ist beispielsweise als freiberufliche*r Trainer*in ohne Zugangsvoraussetzungen möglich. Siehe dazu das Berufsprofil Trainer*in. Das selbstständige Erbringen von beraterischen Leistungen und Coaching ist – bei Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen – im reglementierten Gewerbe Lebens- und Sozialberatung möglich. Siehe dazu die Berufsprofile Coach (m./w./d.) oder Lebens- und Sozialberater*in.