Gartenbautechniker*in

Berufsbeschreibung

Gartenbautechniker*innen arbeiten in Unternehmen für Gartenbau und Landschaftsarchitektur, in gartenbaulichen Versuchsanstalten, in Erzeugungs- und Vermarktungsgenossenschaften, bei Gartenbauämtern und städtischen Gärtnereien sowie in botanischen Gärten und Parks. Sie sind als Fach- und Führungskräfte in den Bereichen Zierpflanzenbau, Baumschule oder Obst- und Gemüsebau tätig und übernehmen verschiedene leitende, planerische und gestalterische Aufgaben. Sie planen gartenbauliche Projekte, kalkulieren Materialeinsatz und Kosten, organisieren und koordinieren den Personal- und Maschineneinsatz und sorgen für die Wartung und Instandhaltung der Geräte, Werkzeuge und Maschinen. Gartenbautechniker*innen arbeiten eigenverantwortlich als Vorgesetzte von Teams aus verschiedenen Fach- und Hilfskräften.

Gartenbautechniker*innen arbeiten als Abteilungsleiter*innen oder Betriebsleiter*innen in Unternehmen und öffentlichen Institution des Gartenbaus und der Landschaftsgestaltung und sind als solche für Fach- und Führungsaufgaben im Rahmen von Anbau, Aufzucht und Ernte von Obst, Gemüse, Zierpflanzen und Bäumen zuständig. Weiters planen und gestalten sie Gartenanlagen und Parks und überwachen und koordinieren alle Arbeiten auf gartenbaulichen Baustellen.

In den Tätigkeitsbereich von Gartenbautechniker*innen gehören wesentlich betriebswirtschaftliche Aufgaben wie Kalkulation, Organisation, Koordination und Abrechnung. Sie kalkulieren den Personal- und Maschineneinsatz, erstellen Arbeits- und Ablaufpläne und verteilen die anfallenden Arbeitsschritte an die verschiedenen Fach- und Hilfskräfte. Sie überwachen Anpflanzungs- und Erntearbeiten und sorgen für die sachgerechte Einlagerung und Weiterverarbeitung der Produkte. Sie berechnen den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmittel und sorgen für die zeitgerechte Bereitstellung, Wartung und Instandhaltung von Geräte, Werkzeugen und Maschinen. Außerdem führen sie Qualitätskontrollen an den Produkten und Arbeiten durch und planen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. In diesem Zusammenhang werden Umweltschutz, ökologischer Anbau und die Reduzierung des Einsatzes von  Chemikalien (als Dünge- und Pflanzenschutzmittel) immer wichtiger.

Gartenbautechniker*innen arbeiten mit Pflanzen, Zierpflanzen, Blumen, Ziersträuchern, Obstbäumen, Gemüsepflanzen, Setzlingen, Keimlingen usw. Sie hantieren mit Erde, Torf, sowie mit Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Dabei bedienen sie Maschinen und Geräte zur Bodenbearbeitung, Gartengestaltung und Ernte von Obst, Gemüse und Pflanzen, wie z. B. Motorkultivatoren und Bodenfräsen, Pflanzmaschinen, Grabgeräte und Pflanzlochbohrer, Traktoren, Rasenmäher, Motorsensen, Heckenschneider, Minibagger usw. und hantieren mit Werkzeugen wie Spaten, Hacken, Rechen, Messern, Scheren, Sägen und Schaufeln. In Treib- und Gewächshäusern stellen sie Anlagen zur Temperatur-, Belichtungs-, Belüftungs- und Bewässerungssteuerung ein.

Für Arbeiten im Büro verwenden sie Computer und Laptops, betriebliche Softwareprogramme sowie Telefon, Mobiltelefone und diverse Bürogräte und -materialien.

Gartenbautechniker*innen arbeiten sowohl in Büros als auch viel im Freien, in Gartenanlagen und Parks, in Pflanzanlagen, aber auch in Gewächshäusern und auf gartenbaulichen Baustellen. Vor der Gestaltung von Gärten und Parks führen sie Begehungen und Besichtigungen am Gelände durch. Je nach Unternehmen arbeiten sie auch in Verkaufsräumen, in Verarbeitungs- und Lagerhallen sowie in Labors.

Gartenbautechniker*innen arbeiten im Team mit verschiedenen Fachkräften, siehe z. B.: Garten- und Grünflächengestaltung (Lehrberuf), Gartenbau (Lehrberuf), Obstbau und Obstverwertung (Lehrberuf) oder Landschaftsplaner*in und mit Hilfskräften. Sie haben Kontakt zu ihren Auftraggeber*innen und zu Behörden.

  • gartenbauliche Projekte (z. B. öffentliche Gärten und Parks, Begrünungsmaßnahmen) planen, organisieren und durchführen
  • Besprechungen mit Kund*innen und Auftraggeber*innen abhalten
  • Besichtigungen am Gelände durchführen
  • planerische und gestalterische Arbeiten durchführen, Skizzen von Hand erstellen
  • Detailansichten und Pläne mit Computer und spezieller  Software erstellen
  • Kosten und Termine kalkulieren, Personal- und Materialeinsatz berechnen
  • gartenbauliche Arbeitsabläufe planen und vorbereiten
  • Mitarbeiter*innen einteilen und koordinieren, Pflanzarbeiten überwachen
  • Pflanzenkulturen setzen, betreuen und ernten
  • Anlagen in Treib- und Gewächshäusern einstellen, steuern und bedienen
  • verschiedene Arbeiten im Labor durchführen (z. B. Wachstum messen, Pflanzenkreuzungen durchführen
  • gartenbauliche Maschinen, Gerätschaften und Handwerkzeuge bereit stellen, für regelmäßige Wartung und Reparatur sorgen
  • Pflanzenschutz sachgerecht und umweltverträglich durchführen
  • Qualitätskontrollen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung durchführen
  • für die Einhaltung von Arbeits- und Umweltschutzbestimmungen sorgen

Beschäftigungsmöglichkeiten für Gartenbautechniker*innen bestehen insbesondere in:

  • Betrieben des Garten-, Landschafts-, Park- und Sportplatzbaus
  • Bundesgärten, Stadt- und Gemeindegärten
  • Botanischen Gärten z. B. von Universitäten
  • gartenbaulichen Versuchsanstalten

Der Beruf Gartenbautechniker*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • betriebliche Produkt- und Fachbereiche wie z. B. Park- und Grünflächenbau, Park- Grünflächenpflege/-gestaltung, Treibhaus, Gärtnerei
  • Landschaftsbau
  • Obst- und/oder Gemüsebau
  • Blumen- und Pflanzenzucht
  • Baumschule, Baumzucht
  • biologischer Gartenbau

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Biotop Botanik Ökologie Ökosystem Sämling Schädlinge Setzlinge Vertical Farming