MusiklehrerIn

Andere Bezeichnung(en): MusikpädagogIn

 

Berufsbeschreibung

MusiklehrerInnen unterrichten und erziehen SchülerInnen zwischen 10 und 18 Jahren im Gegenstand Musikerziehung entsprechend den Lehrplänen der jeweiligen Schulen. Sie vermitteln Musik- und Instrumentenkunde, Musikgeschichte, wecken musikalisches Interesse, motivieren ihre SchülerInnen und fördern Begabungen. MusiklehrerInnen arbeiten im Unterricht in Klassenräumen und verwenden dabei Schulbücher, Lernunterlagen und -materialien und Instrumente sowie Streamingdienste, CDs, DVDs, Computer usw. Sie arbeiten mit ihren Berufskolleginnen und -kollegen an den Schulen zusammen und stehen in Kontakt mit Eltern und Erziehungsberechtigten.

MusiklehrerInnen unterrichten mit dem Ziel, Freude an der Musik zu vermitteln, Musik als wesentlichen Aspekt menschlichen Lebens bewusst zu machen, Kunst zu erschließen und zum Nach- und Mitmachen zu motivieren. Durch das Ausführen von musikalischen Aktivitäten und die Förderung von Kreativität soll den Schülerinnen und Schülern ein Zugang zu Gesellschaft und Kultur eröffnet werden, aber ebenso kann der Musikunterricht zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Gemeinsames Musizieren kann im gruppendynamischen Prozess Freude, künstlerische Entfaltung und soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme und Teamarbeit fördern.

MusiklehrerInnen bereiten den Unterrichtsstoff sowohl fachpraktisch (Musizieren und Gestalten, Bewegung und Tanz) als auch fachtheoretisch (Musikkunde, Werkinterpretation) vor. Sie wählen didaktische Methoden aus und stellen die Unterrichtsmaterialien wie z. B. Schulbücher, eigene Ausarbeitungen, Instrumente, Materialien, Tonträger und  Medien zusammen. MusiklehrerInnen vermitteln den Lehrstoff entsprechend den aktuellen Lehrplänen und dem Wissensstand der SchülerInnen.

MusiklehrerInnen beziehen auch KünstlerInnen und ExpertInnen in ihren Unterricht ein und stellen eine Verbindung zum regionalen und überregionalen Kulturleben her. Sie führen mit ihren SchülerInnen Musikprojekte, Konzerte, Festivals usw. durch und besuchen Musik- und Kulturveranstaltungen. Diese sollen die SchülerInnen zu künstlerischer Tätigkeit anregen und das Gemeinschaftserlebnis fördern. Außerdem nehmen MusiklehrerInnen an Konferenzen und Fortbildungsveranstaltungen ihrer Schule teil und stehen im Rahmen von Sprechstunden, Elternabenden und Sprechtagen in Kontakt mit den Eltern und Erziehungsberechtigen der SchülerInnen. Sie informieren diese über den Lern- und Bildungsfortschritt und beraten in Fragen spezieller Begabungen.

MusiklehrerInnen arbeiten eng mit Kindern und Jugendlichen zusammen und haben daher eine nicht zu unterschätzende Vorbildwirkung. Deshalb ist es wichtig, dass sie Handlungen und Aussagen überlegt einsetzen und auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und eine gepflegte Sprache achten.

MusiklehrerInnen arbeiten mit Instrumenten wie z. B. Klavier, Geige, Gitarre, Trompete, Cello und Saxophon. Sie verwenden Unterrichtsmaterialien, Lernunterlagen, Notenbücher, Lexika, Handbücher. Sie führen Aufzeichnungen über ihre SchülerInnen und verwenden (digitale) Klassenbücher, Datenbanken, Ordner und Listen. Für die Vor- und Nachbereitung ihres Unterrichts benutzen sie Computer und Laptops,  Scanner, Drucker und Kopiergeräte.

MusiklehrerInnen sind in Musikzimmern und Klassenräumen von Schulen und Musikschulen tätig. Im Unterricht arbeiten sie gegebenenfalls mit Berufskolleginnen und -kollegen zusammen. Sie arbeiten außerdem mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unterrichtsfächern zusammen und im Schulgemeinschaftsausschuss mit SchülervertreterInnen und ElternvertreterInnen. Außerdem haben sie Kontakt zu den Erziehungsberechtigten ihrer SchülerInnen sowie mit MitarbeiterInnen der Schulverwaltung, SchulpsychologInnen (siehe Schulpsychologe / Schulpsychologin), SozialpädagogInnen (siehe Sozialpädagoge / Sozialpädagogin) und Kolleginnen/Kollegen im Unterricht (siehe BegleitlehrerIn / IntegrationslehrerIn).

MusiklehrerInnen habe grundsätzlich geregelte Arbeitszeiten während der Unterrichtstage, müssen aber für Vorbereitungs- und Korrekturarbeiten auch zu Haus arbeiten, zum Teil am Abend und an Wochenenden. Der Beruf kann auch psychisch sehr beanspruchend sein, da man als LehrerIn mit den unterschiedlichsten persönlichen und sozialen Problemen der SchülerInnen konfrontiert wird.

  • unterrichten, d. h. die didaktisch aufbereiteten Fachinhalte vermitteln
  • den Unterricht im Rahmen des vorgegebenen Lehrplanes planen, die Unterrichtsmethoden und -materialien auswählen
  • den ausgewählten Unterrichtsstoff und die benötigten Unterrichtsmaterialien auf- und vorbereiten, die Unterrichtseinheiten vor- und nachbereiten
  • SchülerInnen motivieren und zur kritischen Auseinandersetzung mit den Inhalten anleiten
  • SchülerInnen individuell, gemäß ihren Talenten und Interessen, fördern
  • Zeugnisse ausstellen bzw. verbale Beurteilungen formulieren
  • Projekte und Veranstaltungen (z. B. Konzerte, Feste) mit den SchülerInnen organisieren und durchführen
  • administrative Tätigkeiten, wie z. B. Klassenbücher führen und SchülerInnendaten verwalten
  • Kontakte zu den Erziehungsberechtigten pflegen (Sprechstunden, Sprechtage, Elternabende)
  • Allgemeinbildende und Berufsbildende Höhere Schulen (AHS, BHS)
  • Mittelschulen und deren Sonderformen (z. B. Realschulen, Kooperative Mittelschulen)
  • Musikschulen
  • Pädagogische Hochschulen

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Ballerina E-Learning Ensemble Performance